Was du tun kannst, wenn sich ein Zyklus in deinem Leben beendet und ein neuer anfängt.

It is not what I wanted – but maybe it is what I needed!

Es gibt diese Phasen im eigenen Leben, wenn sich ein Zyklus im Leben beendet und ein neuer Zyklus für dich beginnen möchte: Schwellenzeiten. Vielleicht fühlt es sich gerade so an, als würdest du in einer Waschtrommel geschleudert werden. Mal spült es dich in die eine Richtung, mal schleudert es dich, mal fühlt es sich so an, als wirst du pausiert und kommst an gar keine Energien dran. Und unter all dem ist immer das Gefühl da, dass du am Ende wo ganz anders rauszukommen wirst, wo du glaubtest rauszukommen. Es sind Zeiten der Überraschungen und Veränderungen.

Manchmal ist das Beste für dich nicht das, was du willst, sondern das was du brauchst.

In Demut dürfen wir uns dieser Tage neu finden. Unsere Zellen formieren sich neu. Manche Lebensbereiche möchten sich auf einem ganz anderen Niveau wiederfinden. Wir können nur auf dieses Niveau kommen, wenn wir alles loslassen was bisher war. Wenn wir alles vergessen, wie wir bisher in diesem Bereich gelebt haben.

Uns werden Puzzlesteine bewusst, aber das große Bild dahinter vielleicht noch nicht. Manche Puzzleteile mögen sich konträr anfühlen und so, als würden sie nicht zusammenpassen, doch wer weiß, was wirklich dein Puzzle ergeben soll?

„Atme den Saft des Lebens ein und wieder aus. Im Kreislauf des Lebens findest du
alle Antworten.“ Sai Baba

Das Wissen um die Lebenszyklen

In diesen Schwellenzeiten, in den Zeiten der großen Veränderungen im eigenen Leben, an denen alte Zyklen zu Ende gehen und neue Zyklen beginnen, ist es hilfreich sich dem Kreislauf des Lebens bewusst zu werden.

Wir alle durchlaufen ähnliche Lebensphasen, wenn man auf das Altersspektrum von Geburt bis zum Tod aus einem Metablick schaut. So lange wir hier auf der Erde verweilen, gibt es ein übergeordnetes Bild an Reifungsphasen. An Zeiten, in denen sich uns Wachstumsschritte hier auf dieser Erde erschließen. Auf dieser Metaebene für jeden Menschen gleich.

Jede Phase hat dabei ihre eigenen Herausforderungen, Entwicklungsschritte und Geschenke, die erschlossen werden wollen.

Es gibt dabei verschiedene Blickwinkel und Theorien, wie wir auf die Lebenszyklen blicken können. Nachfolgend ist ein Ansatz, der die Lebenszyklen in Verbindung mit psychologischer Astrologie skizziert. Hierbei durchläuft ein Mensch alle 12 Häuser, woraus sich ihm 36 Lebenssituationen erschließen.

Ich danke Silke Schäfer, für diese wunderbare Grafik.

Quelle: Buch „Astrologische Psychologie: Lebensuhr im Horoskop“ Band III von Louise Huber & Bruno Huber, Grafik von Silke Schäfer: Die 36 Lebensstationen beim Durchlauf durch die 12 Häuser/Lebensbereiche.

Hier kann man je nach Alter für sich selbst schauen, in welchem Bereich man gerade durch eine allgemeine Transformation geht. Dies gibt auf eine übergeordneten Ebene Informationen und Aufschluss, um die eigene Phase des Lebens besser begreifen und verstehen zu können. Darunter liegt natürlich die weitere, individuelle und vielschichtige Lebensthemen, in die noch viele weitere Aspekte ebenfalls mit einfallen.

Wenn wir auf diese übergeordneten Phasen blicken in Zeiten der Veränderung, wird es in uns ruhiger. Wir bekommen auch so wieder ein Puzzlestück hinzu und werden uns unserer Wandlung bewusst.

Was du in diesen Schwellenzeiten tun kannst:
Erkennen, dass es Sammelphasen sind

Diese Übergangsphasen sind vor allem auch Sammelphasen. Wenn du also nicht weißt, wohin du deine Energien in diesen Zeiten ausrichten sollst, dann richte sie auf das Sammeln aus.

Schließe einmal kurz deine Augen und stelle dir vor deinem inneren Auge eine große Schale vor. Siehe, wie sich dir einzelne Puzzleteile zeigen und lege sie in die Schale hinein. Beobachte einmal, wie viele Puzzleteile sich dir aktuell in deiner Schale zeigen. Ohne zu bewerten, ohne das große Ganze verstehen zu wollen. Lasse die Energien fließen, bis es sich fertig für dich anfühlt und öffne dann wieder deine Augen.

Du kannst dies natürlich auch im außen tun, alle Ideen aufschreiben oder durch tägliches Journaling diesen einzelnen Puzzlesteinen einen Ort zu geben, wo du sie sammeln kannst. Intuitiv und im Fluss, wie sie sich dir erschließen, ohne Druck dahinter verstehen zu müssen. Es geht in dieser Phase wirklich nur ums Sammeln. Ums aufschreiben, ohne zu filtern. Es wird dich innerlich entspannen und dir das Gefühl geben, dass du auch etwas getan hast, was uns das Loslassen erleichtert.

Du wirst innerlich wissen, wenn es Zeit ist und du bereit bist alle Puzzleteile vor dich hinzulegen, zu sichten und zu einem Bild zu sortieren und das Puzzle zu vollenden. Doch in diesen Zeiten der „Neuprogrammierung“ ist es ein Geschenk sich der Sammlungsphase bewusst zu sein und diese als solche anzunehmen.

Offenheit vs. Fixierung

Wir lernen ein Ziel vor den Augen zu haben und mit Beständigkeit und Ausdauer auf das Ziel zuzulaufen. Doch was, wenn das Ziel sich verändern möchte? Was, wenn die Energien so hoch geworden sind, dass das Ziel sich ständig ändert? Wenn es nur unser MenschSEIN ist, das uns festhalten lässt an dem EINEN Ziel. Und gerade in Schwellezeiten, in den Phasen des Lebens, wenn ein Zyklus zu Ende geht und eine neuer beginnt ist das Ziel sich ständig neu am Formieren.

Was uns dann bleibt ist in einem beständigen Raum an Offenheit zu verweilen. Offenheit für jedes Ziel, für jedes Ende unseres Losgehens. Offenheit für alles, was sich zeigen mag. Wenn wir bewusst unsere Fixierung auf das Ziel lösen, werden wir frei. Wenn wir in einer Offenheit SEIN können, in der sich die Form von alleine ergeben darf, können wir wahrhaftig bei uns ankommen. Die Form wird sich dann immer wieder neu als Ziel uns zeigen wollen, als Idee wohin die Reise gehen kann. Wenn wir einfach immer mit dem aktuellen Bild reisen, in der Offenheit, dass sich dieses Bild schon morgen wieder neu zusammensetzen kann, können wir ein Leben erschaffen, dass jenseits unserer Vorstellungen liegt. Ein Leben, für das du gekommen bist zu leben.

Du bleibst im Raum der Offenheit, indem du dich beobachtest und erkennst, wenn du in die Fixierung, ins Festhalten einer gewissen Situation und dessen Ergebnis gefallen bist. Dann kannst du dich innerlich wieder für die Offenheit und die Loslösung dieser Fixierung festhalten und es geschieht der energetische Wandel für dich von alleine. Es braucht daher die Haltung der inneren Beobachterin, die Reflexion deines Handelns, wodurch Offenheit Teil deines Alltags wird.

Deinen inneren, weiblichen Magnet stärken

Wir Frauen tragen alle diese magnetische Kraft des Weiblichen in unserem Schoßraum. Wie du ihn stärken kannst, wofür er steht und wie er dir besonders in Schwellen- und Übergangszeiten helfen kann, kannst du in diesem Blogpost „Die magnetische Kraft der Weiblichkeit“ von mir nachlesen.

Gelassenheit üben

Und zu guter Letzt ist die Zutat Gelassenheit in diesen Phasen eine Zauberzutat. Und die gute Nachricht: Gelassenheit können wir lernen. Es ist die tägliche Hingabe an das Wort. Es ist eine Lebensart, die wir wieder in unser Leben einladen dürfen. Ein nicht-auf-allesreagieren müssen, ein wirken lassen, ein sich entstehen und entfalten lassen im Kleinen wie im Großen.

Schließe einmal kurz für dich die Augen und stelle dir vor, wie du dich innerlich mit dem Wort und der Energie von „Gelassenheit“ verbindest. Lade sie ein. Bitte sie, in dein Leben zu kommen, sich vollständig zu entfalten und lasse diese entspannende Kraft, diese von Fülle getragene Kraft in deinen Körper einströmen.

Wenn wir erkennen, dass das Ziel nicht das Verstehen vom Kopf ist, sondern die energetische Aufnahme und das energetische fließen lassen von Informationen, die sich uns dann ganz organisch zum natürlichen Zeitpunkt erschließen, sind wir frei. Die Ordnung erfolgt über das Herz.

“The only way to 
make sense out of change 
is to plunge into it, move with it, 
and join the dance.”
~Alan Watts

Ich freue mich, wenn dieser Beitrag dir hilft, dich durch die herausfordernden Schwellenzeiten deines Lebens zu tragen bzw. sie zu begleiten und schicke dir eine große, mitfühlende Umarmung, wenn du gerade durch eine solche Phase deines Lebens schreitest.