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Foto: Lotte Meijer

Heute möchte ich einen Text von Manuel Geisendorf über das „Stark sein“ mit euch teilen. Ich habe mich einfach in diesem Text so aufgehoben und verstanden gefühlt. Zauberhaft, wie einfach sich die Worte anhören, doch durch welche Ängste&Lebensumstände man selbst gegangen sein muss um sie schreiben zu können.

Stark sein

Oft wird uns suggeriert, dass man stark sei, wenn man durchhält, wenn man kämpft, wenn man nicht aufgibt, wenn man fleißig ist und keine Gefühle zeigt.

Aus meiner Sicht hat das wenig mit Stärke zu tun, denn es ist die Angst, sein Gesicht zu verlieren, Angst die Erwartungen von Vater und Mutter zu enttäuschen und Angst, nicht stark genug gewesen zu sein.

Für mich bedeutet Stärke, sich immer wieder seinen eigenen Ängsten zu stellen und trotz all der Regeln, all der Glaubensmuster und all der Erwartungen von Gesellschaft und Eltern seinem eigenen Herzen zu folgen, für sich selbst einzustehen und sich liebevoll um den eigenen Körper und die eigenen Gefühle zu kümmern und auch die Schwäche zulassen zu können, in der Gewissheit, das genau das eine große Stärke ist.

Wie viel Stärke steckt in einem Menschen, der seit 20 Jahren einem ungeliebten Job nachgeht, sich jeden Tag durchs Leben kämpft, seine Krankheiten ignoriert, trotz Krebs weiter auf die Arbeit geht und nicht bereit ist, diesen Weg zu hinterfragen.

Aus meiner Sicht ist es das starre Denken und die Angst, die diesen Kampf möglich machen.

Die größte Stärke besteht darin, dich selbst zu hinterfragen, altes loszulassen und immer wieder neu zu beginnen. Mit der täglichen Angst an deiner Seite und der Sicherheit in deinem Herzen bist du auf einem Weg, der deine wahre Stärke zeigt.

Hinterfrage die Stärke, die du darin siehst, jeden Tag aufs Neue zu kämpfen und spür mal, wie geschwächt dein Körper bereits durch diesen Kampf ist.

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