photo-1467730572233-b2d465ec6e89

Foto: Tim Stief

Eines der wunderbarsten Erkenntnisse, die ich gefunden habe sind die „5 Sprachen der Liebe“ von Gary Chapman. Der Psychologe hat dieses Phänomen jahrelang studiert. Er spricht davon, dass Menschen verschiedene „Sprachen der Liebe“ sprechen. Jeder Mensch hat eine „Muttersprache“ der Liebe, in der er instinktiv seine Liebe ausdrückt. Wenn der Partner eine andere Muttersprache spricht, dann kommen seine Liebesbeweise aber nicht an – der andere „hört“ oder „versteht“ sie gar nicht. Und umgekehrt ist es genau so. Neben dem wundervollen Satz „Ich liebe dich“ kann man seinen Partner in der Sprache der Liebe überraschen und er wird sich tief geliebt fühlen.

Finden wir also unsere eigene Sprache der Liebe heraus, dann die des Partners und kommunizieren sie! Wundervoll – wie sich dann das Aufeinander zugehen, das Verstehen, das Lieben ändert. Ich habe es selbst schon probiert und es ist ein wahres Wunder, wenn man bewusst auf den Partner mit seiner Liebessprache zugeht. Aber auch die Sprache der Liebe für die Mama oder den Papa herauszufinden und sie damit zu überraschen ist wertvoll und bereichtert das Family-Leben. Man kann ja nie genug Liebe schenken.

Damit also wir und unser Partner/unsere Partnerin „sich-geliebt-fühlt“ gibt es hier für euch die 5 Sprachen der Liebe im Überblick. Zu welcher gehörst du?

 

Nr. 1 – Lob und Anerkennung

Darunter fallen – ermutigende und freundliche Worte, Komplimente im Alltag wie „Schatz – das Kleid steht dir gut, was du heute an hast“ und ein Grundmaß an Höflichkeit. Mit Maß an Höflichkeit ist der Ton gemeint, mit dem diese Worte ausgesprochen werden. Zu gut wissen wir, dass ein ironischer Ton den gesagten Inhalt zunichte macht. Menschen, die zu dieser Liebessprache gehören werden durch diese aufmerksamen Worte und der emotionalen Bedeutung mit der sie ausgesprochen werden, genährt. Sie fühlen sich gesehen mit dem was sie tun und vor allem tief geliebt. Aber wichtig: Du musst die Worte meinen, die du sprichst – Loben nur damit du lobst und glaubst, damit hast du deinen Teil dazu beigetragen, kommt nicht an.

Wie kannst du diese Liebessprache schenken?
– Mache eine Liste was du an deinem Partner schätzt, so kannst du immer aus dieser Schatztruhe wählen.
– Achte bewusst darauf, was dein Partner heute Gutes getan hat, was dir gefallen hat. Zu oft sind wir im Alltag nur auf das Negative konzentriert.
– Lobe deinen Partner sogar vor dritten Personen, z.B. wie gut er gekocht hat – das verstärkt sogar noch seine Freude.
– Sei kreativ – schreibe ein Post-it, bevor du das Haus verlässt, mit einem süßen Kompliment.

 

Nr. 2 – Zweisamkeit

In dieser Liebessprache fühle ich mich am meisten zu Hause. Gemeinsam Zeit verbringen und zwar Qualitätszeit ist damit gemeint. Wenn du spürst, dass dein Partner dir die ungeteilte Aufmerksamkeit schenkt, wenn ihr etwas gemeinsam unternehmt. Wenn es nur um euch zwei geht in dem was ihr tut. Dazu kommen intensive Gespräche. Dabei geht es nicht um den oberflächlichen Informationsaustausch, sondern um Gespräche wo du den anderen spürst. In dem er sich voll mitteilt, was in ihm vorgeht, was ihn glücklich macht, was ihn beschäftigt. Sich aufeinander einlassen ist der Schlüssel zu dieser Liebessprache -miteinander statt nebeneinander. Sich bei Gesprächen in die Augen schauen, auf den Körperkontakt des anderen achten und auf ihn eingehen, den Partner bei Gesprächen nicht unterbrechen, ihn nicht zu bewerten, korrigieren oder zu belehren sondern aufmerksam zuhören und ihn verstehen mit dem was ihn bewegt.

Wie kannst du diese Liebessprache schenken?
– Macht euch feste Termine aus, an denen ihr euch Zeit schenkt für das gemeinsame „Wir“.
– Mache eine Liste an Dingen, die du mit deinem Partner unternehmen kannst.
– Achte bei Gesprächen darauf mal deinem Partner bewusst nur zuzuhören – seine Gefühle zwischen den Worten zu lesen.
– Frage deinen Partner: Schatz, an was denkst du gerade? Was geht gerade in dir vor?

 

Nr. 3 – Geschenke, die von Herzen kommen

Ich schenke mich selbst, aber ich mache auch Geschenke dem Menschen, den ich liebe. Kleine Aufmerksamkeiten aber vor allem Geschenke, die von Herzen kommen. Diese Menschen fühlen sich besonders gesehen, wenn du dich in den anderen hineinfühlst, was ihm Freude bereiten könnte und ihn dann damit überraschst. Denn schon die Zeit des Aussuchens ist für ihn Wertschätzung. Es geht um die Intension und die Liebe, die du in die Geschenke schickst. Mit einer kreativen Verpackung, einem Mitbringsel von einer Reise, oder einer Aufmerksamkeit die an einen gemeinsamen Moment erinnert, kannst du dein Gegenüber überraschen und vor allem Liebe schenken.

Wie kannst du diese Liebessprache schenken?
– Frage Freunde oder Familienmitglieder, welches Geschenk dein Partner überraschen könnte.
– Überlege, welche Geschenke dein Gegenüber in den letzten Jahren am meisten Freude geschenkt hat.
– Bastel etwas – es muss ja nicht immer Geld kosten – sammel einen Stein am Weg, den du in Zeitungspapier einwickelst.

 

Nr. 4 – Hilfsbereitschaft oder Service

Dem anderen im Alltag zu helfen. Ihn im Haushalt zu unterstützen, ihm Dinge abzunehmen, die ihn anstrengen. Im einen Service zu schenken, ihm unter die Arme zu greifen – freiwillig und mit deiner vollsten Hingabe. Darum geht es bei dieser Liebessprache. Wenn dein Partner dich zum Beispiel immer fragt, wie er dir helfen kann – das ist ein Zeichen dafür, dass es seine eigene Liebessprache ist.

Wie kannst du diese Liebessprache schenken?
– Sprecht über Geschlechterrollen und wer welche Aufgaben im Alltag bewältigen möchte.
– Gehe bewusst auf deinen Partner zu und frage ihn, wie du ihn heute unterstützen kannst. Was seine Wünsche sind.
– Nimm die Dinge in die Hand und schaue, was du einfach von dir aus machen kannst ohne vorher zu fragen. Anpacken.

 

Nr. 5 – Zärtlichkeit – Touch

Hier dreht sich alles um Berührung – innerlich und äußerlich. Schnapp dir deinen Partner und küss ihn wild. Achte immer mal wieder darauf, dass du ihn flüchtig berührst – eine Hand auf der Schulter, die Hand auf seinem Knie beim Autofahren, das Streicheln über die Stirn oder das verlieren deiner Hand in seinen Haaren. Alles kleine Gesten, die großes in deinem Gegenüber bewegen. Sex, Sinnlichkeit und Zärtlichkeit – gebe dich voll und ganz hin. Halte ihn fest in deinen Armen und lass bewusst die Liebe deines Herzens bei der Umarmung auf ihn überströmen. Die Haut ist das größte Sinnesorgan – du schenkst damit Gänsehaut, Verbundenheit und Liebe.

Wie kannst du diese Liebessprache schenken?
– Suche dir bewusst ungewohnte Stellen und berühre sie.
– Vermutlich die größte Herausforderung – aber vielleicht schaffst du es ja bei einem Konflikt den anderen zu berühren und ihm damit das Gefühl zu geben, Schatz es ist doch eigentlich alles in Ordnung.
– Ergreife beim Sex die Initiative. Habt ein lustvolles Vorspiel, nimm dir bewusst dafür Zeit und überrasche deinen Partner mit deinen Berührungen.
– Wie wärs mit einer Massage?
– Beim Kochen, oder Abspülen – stell dich mal bewusst hinter deinen Partner und halte ihn einfach nur fest.
– Am besten das Haus nicht ohne einen Kuss verlassen…

 

Jetzt habt ihr durch meine Zusammenfassung einen Überblick bekommen, wer jetzt neugierig geworden ist und tiefer in das Thema einsteigen magt, dem empfehle ich das Buch.

Hier geht’s zum Buch.

Und wer mehr über den Mann hinter diesen wundervollen Erkenntnissen erfahren möchte, der lernt ihn hier kennen.