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Foto: Julian Bialowas

Manchmal musst du einfach stehen bleiben, damit das Glück dich finden kann.

Vielleicht ging es dir die letzten Tage auch schon so, dass du gar nicht die Lust hattest aus dem Haus zu gehen? Machst du es dir gerade auch lieber zu Hause mit einem warmen Tee, einem schönen Film oder einem guten Buch gemütlich? Dann folgst du gerade dem ureigenen Rhythmus des Lebens. Das ist wundervoll. Du leidest gerade nicht an einer Depression, sondern folgst den Energien der Zeit. Es ist Winterzeit, die Natur zieht sich zusammen, Tiere fallen in den Winterschlaf und das Jahr neigt sich dem Ende zu. Altes will losgelassen und zur Ruhe gebracht werden, damit das neue Jahr voller Leichtigkeit bald wieder beginnen kann. Auch wir Menschen sind Teil des Jahreszyklus der Natur, nur vergessen wir das manchmal. Zu sehr sind wir in unserem Alltag gefangen.

Vielleicht aber ärgerst du dich gerade auch, weil deine Zeit zu hektisch ist? Weihnachtszeit – besinnliche Zeit – von wegen? Ruhig und besinnlich fühlt sich dein Leben gerade gar nicht an? Dann achte auch auf diesen inneren Sensor, der dir sagt was gerade nicht stimmt, der sich vielleicht mehr Ruhe wünscht, mehr Zeit für dich. Gerade ist nicht die Zeit um Bäume auszureißen, neue Projekte zu starten, sondern um still zu werden, Samen zu sähen die im Frühjahr aufkommen können, dem Jahr für seine Geschenke an dich zu danken und dich mit neuer Kraft aufzufüllen. Was kannst du dir Gutes tun? Was kannst du abgeben? Auf was kannst du verzichten bzw. welche Termine oder Aufgaben kannst du sogar ganz streichen?

Damit kannst du dich jetzt glücklich machen:

1. Zelebriere die Weihnachtstraditionen – zünde mit jedem Adventssonntag und wann immer du Lust drauf hast, bewusst eine Kerze an.

2. Widme diese Kerze bewusst einem Wunsch. Schenke so deinem Heim das Licht der Welt und beschenke dich mit jeder Kerze selbst.

3. Verliere dich in dem Licht. Schau vielleicht einfach mal nur 3 Minuten in die Kerzenflamme ohne dabei etwas anderes zu tun. Im Yoga ist das sogar eine Reinigungsübung für die Augen und natürlich auch eine Form der Meditation, die dich mehr mit dir verbindet.

4. Nimm dir die Zeit für Plätzchenbacken mit Weihnachstmusik und einem guten Tee, oder nimm dir Zeit um Weihnachtspost per Hand zu schreiben – liebe Worte an deine liebsten Menschen um Danke zu sagen. All diese Dinge bringen dich in die Ruhe. Sie zelebrieren die Zeit des Winters.

5. Nimm dir Zeit für dich. Schreibe dir auf, was dir in diesem Jahr besonders gut getan hat. Was dir besonders gefallen hat, Freude gemacht hat und wofür du dankbar bist. Vielleicht möchtest du dir selbst auch noch was Gutes tun um deine Kräfte aufzustocken – eine Massage, ein Spaziergang in der Natur, in die Sauna gehen, gesundes Essen kochen, Akupunktur, ein Bad nehmen, Meditiere, mache Yoga, alles was deine Kraftspeicher wieder aufstockt ist jetzt besonders unterstützend.

Fühle den Frieden dieser Zeit. Fühle die Stille. Lass die Stille in deinem Herzen sich ausbreiten. Lass dein Herz weit werden und schenke es voller Dankbarkeit deinen liebesten Menschen. Genieße die Zeit des Rückzugs, der Erholung und des Krafttankens.

Von Herzen, Anne

„Yesterday I was clever, so I wanted to change the world.
Today I am wise, so I am changing myself.“ (Rumi)

Sie lässt los

Sie lässt los. Ohne einen Gedanken oder ein Wort lässt sie los. Sie lässt die Angst ziehen. Sie lässt die Verurteilungen ziehen. Sie lässt das Gremium ihrer inneren Unentschlossenheit ziehen. Sie lässt alle guten Gründe ziehen. Restlos, vollkommen, komplett – ohne Zögern oder Zweifel lässt sie los.

Sie fragte niemanden vorher um Rat. Sie las kein Buch darüber. Sie suchte nicht in den Schriften.
Sie lässt einfach los.
Sie lässt all die Erinnerungen los, die sie zurückhielten. Sie lässt all die Beklemmung los, die sie hinderte, vorwärts zu gehen. Sie lässt all das Planen los, alle Berechnungen und auch das Kopfzerbrechen, immer alles richtig machen zu müssen.
Sie macht keine Versprechungen darüber. Sie führt nicht Buch darüber. Sie schrieb kein geplantes Datum in ihre Agenda. Sie machte keine öffentliche Ankündigung und gab keine Anzeige in der Zeitung auf. Sie checkte davor keinen Wetterbericht oder ihr Tageshoroskop.
Sie lässt einfach los.
Sie analysierte nicht vorher, ob sie loslassen sollte. Sie rief nicht ihre Freunde an, um darüber zu diskutieren. Sie spricht das Wort nicht einmal aus.
Sie lässt einfach los.
Niemand war dabei als es geschah. Es gab keinen Applaus und keine Gratulation. Niemand dankte ihr oder lobte sie. Niemand bemerkte etwas. Wie ein Blatt, das vom Baum fällt, ließ sie einfach los. Da war keine Anstrengung. Da war kein Kampf. Es war weder gut noch schlecht. Es war das, was es war -und es ist letztendlich nur das.

Im Raum des Loslassens, lässt sie es einfach nur so sein. Ein kleines Lächeln zieht über ihr Gesicht. Eine leichte Brise durchweht sie. Und die Sonne und der Mond scheinen weiter bis in alle Ewigkeit….

von Reverend Safire Rose, übersetzt von Claudia Taverna